Positive Lightning at its best

Burlington, CO to Sidney, NE

 

Nach einer heißen Dusche rollen wir noch etwas nach Norden und machen an einem netten Rastplatz an einem kleinen See Tacos.

Der Südostwind ist schon ordentlich und versucht uns mehr als einmal die Sachen vom Tisch zu blasen. Das ist ein gutes Zeichen, aus dieser Richtung wollen wir den Wind haben, um die nötige Scherung für Superzellen zu sichern.

Nordöstlich von Sterling stehen wir ewig an einem Feld, das auch genauso gut irgendwo in Niedersachsen sein könnte. Die Gewitter sehen auch genauso harmlos aus.

Irgendwann schmeissen wir die Flinte ins Korn und werfen noch ein verächtlich ironisches "Colorado Magic" in die Landschaft (Colorado ist dafür bekannt, trotz ungünstiger Bedingungen immer wieder mit heftigen Gewittern zu überraschen).

Kaum sind wir 20 Meilen weg, verstärkt sich unsere Gewitterlinie und lockt uns mit einer immer besser werdenden Radarsignatur. Wir fahren wieder nach Norden und sind bald wieder dran, und das hat sich definitiv gelohnt. Im Licht der untergehenden Sonne haut die Zelle einen Erdblitz nach dem anderen raus. Auch hat sie sich mittlerweile besser organisiert. Die Wolkenbasis ist zwar immer noch sehr hoch, sieht aber teilweise schön rund aus und die Zelle transformiert zur Superzelle.

Wir machen eine Weile Fotos und beschließen, noch etwas näher ranzufahren. Das bringt uns in das kleine Städtchen Sidney in Nebraska, in dem wir ein Hotel buchen und die abendliche Blitzshow genießen. Wir haben beide noch nie so eine hohe Frequenz an Bodenblitzen gesehen, teilweise wirkt das schon surreal. Wir kommen erst nach 1 Uhr nachts zum Schlafen, und sind froh, nicht schon früher nach Süden und außer Reichweite gefahren zu sein. Dafür müssen wir halt morgen weiter fahren, aber das durften wir uns nicht entgehen lassen.

 

Übernachtung: Fairfield Inn & Suites Sidney

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