Heute fehlt die Energie

Vor 2 Tagen sah der heutige Tag noch recht vielversprechend aus. Energiereiche Luftmassen sollten sich nahe Fort Stockton mit guter Windscherung überlappen. Allerdings hatten die Modelle die Energie in der Luftmasse in den letzten Läufen sukzessive zurückgerechnet. 

 

Heute morgen ist dann auch klar warum: Auf dem Satellitenbild können wir erkennen, dass es in unserem "Zielgebiet" recht bewölkt ist und so kann die Sonne nicht ungehindert einstrahlen. 

 

Dennoch kommt morgens ein Update von "Marginal" auf "Slight" Risk vom Storm Prediction Center raus und das Wort "discrete supercells" darin vor. Das freut das Chaserherz und fahren zuversichtlich gestimmt von Junction die 200 Meilen gen Westen. 

 

Es soll heute über den Bergen bei Fort Davis als erstes Gewitter auslösen, diese sollen dann die gute Luft im Osten anzapfen und in der Lage sein, bis zu 5cm Hagel zu produzieren sobald sie aus den Bergen rauslaufen. 

 

So sieht es bei Ankunft aus:

 

 

Das Ganze kommt nicht so richtig in die Gänge und bleibt leider bis in die Nacht hinein deutlich hinter den Erwartungen zurück.

 

Als wir schon im Hotel eingecheckt haben formt sich die beste Zelle des Tages östlich von uns und haut einen Erdblitz nach dem anderen raus. Auch diese Show dauert allerdings nicht sonderlich lange und es reicht nicht, um uns noch einmal aus dem Hotelzimmer zu locken. 

 

Vielleicht noch eine Kleinigkeit zum Hotelzimmer: Wir haben 140€ bezahlt und es ist leider das letzte verfügbare Zimmer (neben einem Hundezimmer). Wir sind im dritten Stock untergebracht und anscheinend direkt neben der Hotelklimaanlage. Jedenfalls hört es sich so an als würden 10 Waschmaschinen im Nebenraum im Schleudergang laufen. Das ist schlicht und ergreifend eine Frechheit für den Preis und wir werden das Morgen beim Auschecken erst einmal monieren. Vielleicht haben wir ähnliches Glück wie letztes Jahr in Amarillo und bekommen den vollen Hotelpreis erstattet.

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