Transfer Tag und Shopping

Das Schwierige am heutigen Mittwoch ist die Entscheidung für eines der zwei vielversprechenden Gebiete für Superzellen und Tornados am Freitag. Grundsätzlich kommen Südwest Nebraska oder Süd Texas in Frage. Wir entscheiden uns schlussendlich für Nebraska, weil uns alles andere aufgrund eines möglichen CAP Busts (blauer Himmel und es passiert gar nichts) und mangels Straßenoptionen zu heiß ist. 

 

Unterwegs treffen wir zu unserer Überraschung eine kleine Gewitterzelle in wunderschöner Landschaft. 

 

Das Wort "Märklin" fällt heute noch sehr oft. Das Land sieht aus wie in einer Modelleisenbahn - Landschaft. 

 

Das Ziel ist heute erstmal Denver (Cherry Creek Shopping Center, sehr empfehlenswert!), weil ich unbedingt shoppen gehen muss. Meine Sonnenbrille habe ich dazu vorsichtshalber gestern noch einmal mit den Gläsern zuerst auf Steine fallen lassen, damit es sich auch lohnt. 

Zudem müssen wir sowieso noch etwas zu essen kaufen, da passt der Stop in Denver mit seinen zahlreichen Whole Foods Stores sowieso ganz gut. 

 

Wir haben dieses Jahr einen Hang dazu, immer in der Rush Hour durch größere Städte zu fahren. In Denver ist die Interstate selbstverständlich nach 18 Uhr dicht und wir bummeln noch ein paar Meilen durch die Stadt und umfahren den Stau, stehen dafür allerdings an tausend Ampeln. Eines muss man Denver allerdings lassen, es ist eine sehr schöne Stadt. Hier kann man es definitiv auch länger aushalten. 

 

Dadurch haben wir in der Mall etwas weniger Zeit als eingeplant. Ich bin hinterher zufrieden, weil ich einen neuen persönlichen Rekord im Speed Shopping aufgestellt habe. 

 

Als wir in Fort Morgan nordöstlich von Denver ankommen, ist es schon wieder kurz vor 11. Fort Morgan besteht gefühlt aus einer großen Industrieanlage, die schon von weitem zu sehen ist. Hier wird vermutlich Getreide verarbeitet, wir wissen es allerdings nicht genau. Jedenfalls riecht es in der Stadt nicht gerade angenehm, man kann es vor dem Hotel kaum aushalten. Wir stellen uns vor wie es wohl sein muss hier zu leben, wie so oft, wenn wir durch halb verlassene Städte fahren in denen unbewohnte Häuser und verfallene Geschäfte anders als in Deutschland nicht abgerissen, sondern einfach stehen gelassen werden. Alte Autowracks stehen zum Beispiel teilweise in Vorgärten. Das hat Wildwest Charakter und sieht pittoresk aus. Aber auch hier sind die Städte und Dörfer ähnlich wie in Deutschland unterschiedlich reich und in entsprechend ungepflegtem oder sehr gepflegtem Zustand. Die Grenze zwischen wunderschöner Wildwest Stadt und Dreckskaff, in dem man nicht tot über´m Zaun hängen möchte, ist da teilweise recht schmal. 

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