Nebraska Chase

Das HRRR Modell spuckt seit gestern ein eindeutiges Target für heute aus. Im Westen von Nebraska an der Grenze zu Wyoming sollen Superzellen mit Hagel entstehen, die dann nach Osten ziehen. Wir rollen am Mittag gemütlich Richtung Scottsbluff. Kurz nach Überschreiten der Grenze enstehen bereits die ersten Quellwolken. Wir halten an und filmen das imposante Schauspiel

 

Das soll noch nicht der Real Deal für heute sein, die Scherungswerte sind weiter nördlich deutlich besser und so fahren wir weiter. 

 

Die Stürme kommen eine ganze Weile nicht in Gang und wir warten eine gefühlte Ewigkeit. Wir lassen zwei harmlose elektrische Schauer über unsere Köpfe hinweg ziehen, welche sich dann tatsächlich zu ausgewachsenen Gewittern entwickeln. Wir verfolgen die östliche der beiden Zellen und schauen ihr dabei zu, wie sie versucht durch das immer noch vorhandene Cap zu stoßen.

 

Das sieht gut aus! Auf nach Alliance und dann östlich in Zugrichtung davor. Sie organisiert sich immer besser und wir sind in optimaler Position.

Zu früh gefreut, denn just in diesem Moment ziehen leider zwei kleinere Schauer in die Zelle herein und stören ihre Entwicklung empfindlich, zu empfindlich, denn sie schnüren ihr die gute Luft ab und sie stirbt ab. Sollte es das für heute etwas schon gewesen sein?

 

Südöstlich unserer Position auf Höhe der Interstate 80 bei Ogallala entstehen weitere Zellen, die sich im Laufe des Abends weiter verstärken.

 

Sie liefern uns noch eine sehr schöne Blitzshow mit zahlreichen Einschlägen. Die untergehende Sonne liefert in dieser Landschaft absolut geniale Farben und Kontraste:

 

Insgesamt hat der Tag etwas underperformt, hatten wir uns doch ein paar schöne Wolkenstrukturen erhofft. Aber so ist das eben mit dem Wetter, manchmal passt eine Kleinigkeit nicht und das vermeintliche Potenzial wird nicht umgesetzt, so auch heute.

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