Hattrick

Großes Thema des heutigen Zielgebietes: Flooding und Straßensperren. 

 

Das SPC gibt einen Moderate Risk mit 15% (significant severe) Wahrscheinlichkeit für Tornados raus. Gestern war das noch ein Marginal Risk mit 2%. Innerhalb von 24 Stunden ist die Lage dermaßen eskaliert, so schnell kann´s  hier gehen.

 

Der Nordosten Oklahomas hat bis heute bereits die 2,5 fache Jahresregenmenge abbekommen. Die Lage dort ist kritisch, viele Flüsse sind kurz davor über die Ufer zu treten. Auf dem Weg von Emporia nach Süden kommen wir keine 5km weit und sehen die erste (nicht gemeldete) Straßensperre. Wir müssen einen saftigen Umweg in Kauf nehmen. 

Das wird heute unsere Taktik maßgeblich beeinflussen. Nur Hauptverkehrswege, keine Mudroads,Straßensperren checken.

Wir visieren Tulsa als erstes Etappenziel an. Unterwegs fahren wir durch eine Seenlandschaft. Die "Seen" sind überflutete Gebiete, hier sollen eigentlich Felder und Wege sein. Wir haben davon leider keine Fotos gemacht. 

 

Heute fühlt sich die Luft mal wieder so an, wie man das von schweren Tornadolagen kennt. Unglaublich schwül und warm, man kann die Energie in der Luft förmlich spüren. Dazu weht ein kräftiger Wind aus SSO.

 

Als wir kurz vor Tulsa sind, gehen südlich und westlich die ersten Zellen hoch. Wir entscheiden uns Richtung Süden nach Okmulgee an die vielversprechendste Zelle heranzufahren. Das sollte sich als goldrichtig erweisen. 

 

Tornado bei Okemah, OK, leider etwas weit weg. 

Wir rechnen allerdings damit, dass das nicht der letzte Tornado dieser Zelle war und lassen sie auf uns zu rollen. Neue Basis kurz vor Morris: 

Die Zirkulation wird kompakter, da fehlt nicht mehr viel:

Wir müssen weiterfahren, weil wir zu nah dran sind. Leider verpassen wir dann den kurzen Touch Down bei Morris. 20 Meilen weiter nordöstlich:

Die Zelle produziert keinen Tornado mehr und stirbt. Wir lassen die tornadobewarnten Zellen im Nordosten ziehen, tanken in Muskogee noch einmal auf und fahren nach Westen, um uns schon für morgen in Position zu bringen. 

 

Auf dem Weg verfolgen wir die besorgniserregenden Entwicklungen in Missouri auf dem Radar. Ein sehr starker Tornado entwickelt sich südwestlich von Joplin und droht, die Stadt erneut zu verwüsten. Heute ist der Jahrestag des EF-5 Tornados, der in Joplin vor 8 Jahren 161 Todesopfer forderte. Er verfehlt Joplin nur knapp und zieht nördlich vorbei, fordert auf seinem Weg und im weiteren Verlauf des Abends dennoch viele Verletzte und 3 Todesopfer. Wir sind bei dem Couplet auf dem Radar überrascht, dass nicht noch mehr passiert ist.

 

In Weatherford übernachten wir im LaQuinta Inn. Wir müssen 2 Mal umziehen, weil die Zimmer aufgrund der Klimaanlagenlüfter vorm Fenster dermaßen laut sind. Zum Abschluss des tollen Tages bekommen wir noch eine nächtliche Blitzshow geboten. Das Licht geht erst nach 1:00 Uhr aus. 

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