Fazit 2018

16 Tage

>10000km

7 Bundesstaaten

1 Tornado

13 von 16 Tagen Gewitter

 

Soweit die harten Fakten, wie das zu bewerten ist, sieht zweischneidig aus. Die Saison 2018 wird wohl in den Geschichtsbüchern (und Gesichtsbüchern) als eine mit den wenigsten Tornados im Monat Mai zu finden sein. Daß wir davon einen sehen durften, und dann noch an einem Tag mit so wenig Risiko, das hat uns sicherlich den Urlaub gerettet. Daß wir danach auch noch ein paar richtig gute Tage hatten, war bei den täglichen Aussichten auch eher unwahrscheinlich. Insgesamt haben wir aus den wenigen Mögichkeiten fast alles rausgeholt, und haben viele richtige Entscheidungen getroffen. Es gehört natürlich auch immer eine Portion Glück dazu, und die hatten wir sicher auch, aber mit unserem Targeting waren wir dieses Jahr sehr zufrieden.

Wir haben wieder Einiges gelernt, zum Beispiel daß "Colorado Magic" nicht immer zieht, Roswell ein super Target ist, wenn sonst nichts geht, und daß es keine Tornado Watches mehr gibt (zumindest haben wir keine gesehen). Sprint ist als Mobildatenanbieter in Nebraska, Wyoming, Colorado, Kansas und irgendwie überall einfach nicht zu empfehlen, und mit Verizon fahren wir gewohnt gut und werden auch wieder dabei bleiben.

 

Wir hatten mit dem Nissan Armada ein super Auto, genug Anschlussmöglichkeiten und massig Platz, und Denver ist um einiges entspannter als Dallas. Wir werden das nächste Mal wohl wieder nach und von Denver fliegen.

 

Die schönsten Erlebnisse waren aus meiner Sicht:

- die Tornadozelle bei Geuda Springs

- die Superzelle bei Roswell am vorletzten Tag

- die Blitzshow in Sidney,NE

- White Sands (immer wieder genial)

- der Mammatus auf der Rückseite der Zelle in West Texas

 

Wir haben viele tolle Bilder und Videos gemacht, und sind unserem Idealequipment derzeit sehr nahe. Der Lightningtrigger hat fast immer super funktioniert, und so gab es dieses Jahr mehr Blitzfotos als sonst. Aber das stört ja sicher niemanden...

 

Wir hoffen für 2019 mal wieder auf so richtig typische Tornadolagen, aber auch 2018 war für uns ein gutes Jahr und definitiv kein 2017.

 

Hier eine Zusammenstellung unserer besten Bilder in chronologischer Reihenfolge:

 

 

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Hailbomb

Dalhart, TX to Denver, CO

 

Cooler Abschluss unserer Chasecation, beeindruckender Hagelfuss auf der Rückseite unserer letzten Gewitterzelle. Vor den Zellen war auch nicht viel zu sehen außer Staubsturm...

Danach noch der lange Weg bis nach Denver, weil die Hotels auf dem Weg alle ausgebucht waren. Damit haben wir den Tagesrekord dieses Jahr gebrochen - über 600 Meilen. Dafür sind wir schon in Denver und müssen am nöchsten Tag nicht mehr weit fahren. Als wir dort ankommen, checken wir hundemüde ein. Jörg öffnet die Zimmertür im 5.Stock am Ende des Ganges und sagt: "Findet nicht statt"

 

Statt wie gebucht ein Zimmer mit 2 Queensizebetten finden wir nur ein Zimmer mit einem Kingsizebett vor. Man vermutet noch einen Fehler beim Einchecken, aber bei der Reklamation sagt die Dame, daß wir auf ein Single King umgebucht wurden, weil sie kein Double Queen mehr hatten. WTF?

 

Die Hotels in der Umgebung haben auch keine Double Queens mehr, und so geben sie uns "freundlicherweise" ein zweites Einzelzimmer zum reduzierten Preis. Diese Diskussion ist das letzte worauf man um die Uhrzeit noch Lust hat. Das wird eine fette Beschwerde geben.

 

Übernachtung: Holiday Inn Express & Suites Denver East

 

Fazit 2018 folgt...

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Roswell Part Two

Roswell,NM to Dalhart, TX

 

Morgens zeigt sich, dass die beste Möglichkeit für Gewitter heute wieder in den Bergen westlich von Roswell liegt. Gleiche Stelle wie gestern, wieder Konvergenz an der Bergkette. Die Aussichten die das Storm Prediction Center formuliert, sind ernüchternd, es soll einige robustere updrafts geben. Das ist quasi als würde man sagen: "Er war stets bemüht".

Mit keinem Wort werden Superzellen oder Tornados erwähnt...

Jörg findet die Werte aber besser als gestern, und ist zurecht optimistisch für den Tag. Schon mittags sind wir wieder auf der kleinen Bergstrasse nördlich von Picacho, und es geht direkt los. Dieses Mal entscheidet sich die stärkste Zelle südlich der Strasse zu bleiben, die nach Roswell zurückführt. Sie zieht extrem langsam, und wir haben massig Zeit, alles zu beobachten und die Entwicklung zur Superzelle mitzuerleben. Moment mal, Superzellen - heute?

Über der leider sehr hügelreichen Region bildet sich eine ausgeprägte Wallcloud und bald bekommt die Zelle eine Tornadowarnung. Wir können den Tornado, der sich dann bildet, nicht ausmachen, zumal es recht diesig ist. Moment mal, Tornado - heute?

Wir fahren mit der Zelle nach Osten, immer wieder halten wir an, bis uns der Regen eingeholt hat, und fahren dann weiter, bis wir wieder aus dem Regen heraus sind. Dabei entstehen geniale Aufnahmen und wir können kaum glauben, als es wieder eine Tornadowarnung gibt, dieses Mal für die Zelle, die sich dahinter gebildet hat, an die wir aber aufgrund der Strassenoptionen nicht herankommen. Später sehen wir Bilder von einem Tornado, der dort in den Bergen für 20 Minuten am Boden gewesen sein soll. Wir sind trotzdem überglücklich mit unserem Fang heute, ähnlich wie vor 9 Tagen in Kansas hatten wir geringe Erwartungen, die deutlich übertroffen wurden. Das fühlt sich soviel besser an, als an moderate oder high risk Tagen zu chasen, um dann doch nichts zu sehen, weil man nicht genau am richtigen Spot ist.

Da wir noch weit nach Norden müssen, fahren wir abends noch bis nach Dalhart in Texas, haben noch eine Durchfahrt durch eine Gewitterlinie, die mit tollen Blitzen begeistert, und sind schon um halb elf abends im Hotel und hoch zufrieden mit dem Tag. Ein guter Abschluß, falls es morgen nichts mehr geben sollte... wer weiß das schon?

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Roswell Part One

Tucumcari, NM to Roswell, NM

 

Letzte Nacht bis nach Tucumcari zu fahren entpuppt sich beim morgendlichen Checken der Wettermodelle als unnötig, weil im Norden nichts in Reichweite mehr interessant erscheint. Dagegen sieht es in der Region um Roswell wieder gut aus, wie am Tag zuvor, als wir leider nicht da waren. An der Bergekette sollen durch Konvergenz wieder Stürme entstehen, und so ist das Target für heute klar. Auf dem Weg runter sehen wir auf dem Radar auch schon, daß es genau an der erwarteten Stelle auslöst. Als wir ankommen, bildet sich an fast der gleichen Stelle ein Gewitter nach dem anderen. Das stärkste behalten wir gut im Auge, unsere Road Options sind allerdings sehr begrenzt bis nicht vorhanden. Es gibt eine Strasse die von Roswell aus nach Wesen durch die Berge führt, und an der Stelle an der wir stehen, eine Bergstrasse, die etwa 20 km nach Norden in die Berge führt und dort endet. Die fahren wir ein kleines Stück hoch und finden einen tollen Spot um die neuen Quellungen über uns zu bewundern. Glücklicherweise nimmt die Zelle dann auch Ostrichtung ein, und so können wir sie wieder auf der Strasse Richtung Roswell begleiten. Nordöstlich von Roswell haucht die hinter ihr einlaufende Zelle ihr dann das Leben aus, und wir fahren erstmal ins Hotel, um was zu essen. Wir haben uns ein Hotelzimmer mit Küche gebucht, und wollen dort Tacos machen. Die Adressangabe bei Booking.com führt uns in eine Endstrasse in einer kleinen Wohnsiedlung. Die Homepage des Hotels verrät uns zum Glück die richtige Adresse, und so sind unsere Mägen bald gut gefüllt und bereit für die nächtliche Blitzshow.

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New Mexico Storms

Alamogordo,NM to Tucumcari,NM

 

Morgens stehen wir um 6 Uhr auf und sind pünktlich um 7 am Gate zu White Sands, wenn die aufmachen... normalerweise. Heute finden Missile Tests auf der nahegelegenen Range statt und dafür ist dann der Dune Drive geschlossen. Also zurück ins Hotel... In der steilen Mittagssonne fahren wir dann nochmal hin, latschen ein bißchen rum, machen alberne Videos und fahren alsbald nach Osten, weil an der Bergkette schon die ersten Türme versuchen, das Cap zu durchbrechen.

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Roadtrip

Elk City, OK to Alamogordo, NM

 

Wir verlegen heute nur nach Südwesten, machen in einem kleinen State Park im Nirgendwo von New Mexico Rast, und fahren dann die landschaftlich wunderschöne Strecke über Roswell nach Alamogordo. Dort wollen wir am nächsten Morgen ganz früh aufstehen, um die White Sands im Morgenlicht zu fotografieren. Strecke heute: Knapp 500 MEilen, sprich 800 km. Trotzdem ganz entspannt. Das weite Land tut gut...

 

Übernachtung: Holiday Inn Express Alamogordo

Bust day

Colby, KS to Elk City, OK

 

Die besten Tornadochance soll es heute an einer Outflow Boundary in Südost-Kansas bzw Nordost-Oklahoma geben. Wir rollern auf der Interstate bis südlich Wichita. Die Auslöse der Gewitter passiert viel früher als von den Modellen angenommen und so kommen wir nicht mehr vor die Gewitter, die auch zu schnell nach Osten ziehen. Wir wir später erfahren, haben wir nicht viel verpasst.

Wir fahren über Oklahoma City nach Westen und nehmen ein Hotel in Elk City.

 

Übernachtung: LaQuinta Inn & Suites Elk City

Solider Chasetag

Sidney, NE to Colby, KS

 

Nach dem langen Weg nach Süden finden wir in wunderschöner Landschaft eine kurzlebige Superzelle.

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Positive Lightning at its best

Burlington, CO to Sidney, NE

 

Nach einer heißen Dusche rollen wir noch etwas nach Norden und machen an einem netten Rastplatz an einem kleinen See Tacos.

Der Südostwind ist schon ordentlich und versucht uns mehr als einmal die Sachen vom Tisch zu blasen. Das ist ein gutes Zeichen, aus dieser Richtung wollen wir den Wind haben, um die nötige Scherung für Superzellen zu sichern.

Nordöstlich von Sterling stehen wir ewig an einem Feld, das auch genauso gut irgendwo in Niedersachsen sein könnte. Die Gewitter sehen auch genauso harmlos aus.

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Windows 2000 Desktop Hintergrund

Amarillo,TX to Burlington,CO

 

In Amarillo dürfen wir im Drury Inn and Suites morgens kalt duschen. (Booking.com Bewertung 9,2/10)

Wir sind etwas beleidigt, aber nur bis zum Auschecken. Wir erwähnen die kalte Dusche und bekommen den kompletten Zimmerpreis von 150 Dollar erstattet. Da duscht man gerne mal kalt!

 

Wir fahren nach Norden bis nach Burlington in Colorado. Eine entspannte Fahrt durch weites Land, das uns schwer an den Windows Desktop Hintergrund von Windows 2000 erinnert. Hier ein Vergleich:

 

Windows 2000:

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Beautiful backside

Fairview, OK to Amarillo, TX

 

Wir werden in Fairview sanft von einem Erdbeben der Stärke 4,0 geweckt, das in etwa 100 Meilen Entfernung sein Epizentrum hat. Für uns beide ist es das erste Erdbeben das wir erleben, und man weiß sofort, daß es eins ist. Alles schunkelt leicht für etwa 7 Sekunden. Jörg sagt sofort:"Hast du das auch gemerkt?"

 

Wir fahren nach Westen Richtung Amarillo, westlich davon soll es am Nachmittag Gewitter auslösen. Schon Mittags sind erste Niederschlagssignale zu sehen, allerdings noch weit in New Mexico und ziemlich harmlos. Wir fahren direkt an Amarillo vorbei bis nach San Jon in New Mexico, dort hat sich eine Zelle schon ordentlich verstärkt und sieht auf dem Radarbild nach klassischer Superzelle aus. Als wir uns davorsetzen, schlägt vor uns in etwa 3 km Entfernung ein Blitz heftig in die Landschaft ein, und als wir an der Stelle vorbeikommen, sehen wir, daß er die Steppe in Brand gesetzt hat. Hier ist halt dieses Jahr alles furztrocken, da darf man nichtmal eine Kippe aus dem Fenster werfen, geschweige denn einen Blitz.

Auf dem ersten Foto sieht man, wie die Zelle den Rauch dieses kleinen Feuers ansaugt.

Dann verliert sie erstmal ihre Organisation weil immer wieder neue Gewitter von Süden reinziehen. Wir versuchen auf der Südseite dranzubleiben, nehmen dann aber eine falsche Strasse, die zwar zuerst asphaltiert ist, aber dann an einer Kreuzung, an der wir abbiegen müssen, zu einer Dirt Road wird. Da sich hinter uns keine neuen Gewitter mehr bilden, riskieren wir die Fahrt, merken aber schnell, daß sich nasser Lehmboden nicht mit unserem Reifenprofil vereinbaren lässt. So drehen wir um und verlieren etwa 20 Minuten. Damit sind wir erstmal hintendran.

Das ist aber alles andere als schlimm, die Rückseite des Gewitterkomplexes, der sich mittlerweile gebildet hat, sieht wunderschön aus, stark ausgeprägter Mammatus und ein im Abendlicht angestrahlter Aufwindturm erwärmen unser Chaserherz. Wir fahren auf der Rückseite vorbei bis zu einer Ostoption, und versuchen uns dann noch vor die Zelle zu setzen, um uns im Ort Plainview davon überrollen zu lassen. Der Versuch scheitert aber, da die Zelle uns den Weg mit Hagel abschneidet. So bleiben wir dahinter und genießen die Abendstimmung mit traumhaftem Mammatus und crawlenden Blitzen (hier fehlt eine deutsche Übersetzung). Wir fahren dann noch bis nach Amarillo, um für den nächsten Tag nicht mehr ganz so weit fahren zu müssen, da wir für übermorgen in die Nordostecke von Colorado wollen. Nordöstlich von Amarillo, in über 100 Meilen Entfernung, sehen wir auch noch Gewitter, die wie ein Lampenschirm immer wieder durch Blitze erhellt werden. Das ist, als würde man in München Gewitter bei Ulm am Nachthimmel sehen. Das geht hier nur aufgrund des absolut flachen Landes, und das macht es so reizvoll, hier zu chasen.

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2% Tornado Chance

Woodward, OK to Fairview, OK

 

Wir setzen in den heutigen Tag so gut wie gar keine Erwartungen. Die Modelle rechnen eine Gewitterlinie in Südkansas, und mehr als ein paar Blitze und etwas Hagel wird wohl heute nicht bei rumkommen. Schöne Strukturen haben wir so gar nicht auf der Hoffnungsliste. Da wir aber so Einiges auf der Einkaufsliste haben, fahren wir nach Wichita in Kansas und kaufen im Whole Foods ein, dann essen wir dort auch gleich noch was zum Mittag. Dabei sehen wir, daß sich östlich und südlich von Wichita schon Gewitter gebildet haben. Östlich sieht es ziemlich unorganisiert aus, und der neue Lauf des HRRR Models sieht die beste Chance auf eine alleinstehende Zelle im Süden. Mittlerweile hat auch das SPC eine 2% Tornado Chance für die Gegend herausgegeben. Wir schmunzeln über die 2 % und fahren nach Süden. Die Quellungen sind enorm, aber auch hier ist alles noch recht unorgansisiert. Aber da die Zelle so gut wie auf der Stelle steht, sind wir entspannt und warten. Wir halten ein kurzes Pläuschen mit der Crew eine Doppler on Wheels Fahrzeugs und staunen nicht schlecht über eine Gruppe Japaner, die doch tatsächlich mit professionellem Kameraequipment (klar, Japaner) zu FÜNFT in einem Chevi Tahoe unterwegs sind. Und wir finden unseren Nissan gerade mal groß genug für uns zwei...

Die Zelle verstärkt sich und bildet immer wieder neue updrafts, und nach etwa einer Stunde beginnt sie tatsächlich, sich in eine Superzelle zu wandeln.

Auf dem Radar bekommt sie ein ordentliches Hook Echo, und wir bleiben nah an diesem Bereich dran, der immer mehr den Anschein macht, bald einen Tornado zu produzieren. Wir können unser Glück kaum fassen, und das an einem 2 % Tag!

Nordöstlich des kleinen Ortes Geuda Springs ist es dann soweit, und wir haben einen perfekten Blick auf den sich absenkenden Funnel, der dann offensichtlich auch Bodenkontakt aufnimmt und so zu einem Tornado wird. Wir stehen an der Landstrasse im extrem lauten Heulen der Tornadosirene und kriegen den Mund kaum noch zu. Als der Funnel wieder etwas liftet, und die ersten Hagelsteine fallen, fahren wir etwas nach Süden, um aus der Zugbahn der Zelle zu kommen.

Wir bleiben die nächsten 1 1/2 Stunden an der Zelle dran, und es sieht zwischendrin nochmal so aus, als würde sie noch einen Tornado vor unseren Augen produzieren. Die Strassenoptionen sind nicht besonders gut, und daher endet unser Chase auf einer Schotterstrasse westlich der Zelle, die für über eine Stunde absolut stationär bleibt und Erdblitze produziert, daß wir nur noch lachen können. Dabei schiebt sie immer wieder dermaßen Türme raus, daß man Nackenschmerzen bekommt weil man nur noch nach oben glotzen kann.

Wir haben für heute nichts erwartet, haben eine geniale Superzelle mit tollen Strukturen bekommen, die direkt vor unseren Augen einen Tornado produziert hat, und uns eine traumhafte Blitzshow im Abendlicht beschert hat. Ein absoluter Jackpot-Tag!!!

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Falsche Nadel im Nadelhaufen ausgesucht

Shamrock, TX nach Woodward, OK

 

Wir fahren erstmal nach Woodward, um dort an unserer Lieblingsstelle Burger zu machen. Wir treffen uns dort mit Dennis, Max und Daniel und tauschen ein bißchen Seemannsgarn aus. Als im Westen die ersten Zellen auslösen, fahren wir alle los. Wir entscheiden uns zuerst für Zellen im Nordwesten. Als die dann aber den Geist aufzugeben scheinen, und sich im Südwesten deutlich kräftigere Zellen bilden, switchen wir unser Target, brauchen aber zu lange, um hinzukommen. Beim Eintreffen ist es mal wieder 2017 und die Zelle gibt auf. Wir fahren nach Nordosten nach Woodward, wo wir übernachten wollen. Die schon fast gestorbene Zelle merkt, daß wir wegfahren und gibt nochmal Gas, aber da sind wir schon fast in Woodward. Es ziehen sich einige Anvil-Crawler über den Himmel, die uns noch ein "UUUUHHH" und ein "WWHHOOOOAAA" entlocken. Wir hoffen auf mehr Glück in den nächsten Tagen...

 

Für den Fall der Fälle haben wir unseren Lucky Charm Georg wieder prominent installiert:

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14 auf 35 in 5 Stunden

Limon, CO nach Shamrock, TX

 

Morgens hat sich der Nebel verzogen. Jörg wartet in einem IHOP 40 Minuten auf Bacon, Eggs und Hashbrowns. Kann man schonmal machen.

Wir verlassen Limon bei 14 Grad und bedecktem Himmel. Die Aussichten, in Texas über 30 Grad zu haben, heitern uns auf, der graue Himmel arbeitet schwer dagegen. Mit jedem Kilometer wird es besser, und so erreichen wir Perryton in strahlendem Sonnenschein bei 35 Grad. Das scheint doch für schwere Gewitter deutlich besser zu sein. Doch die ersten Gewitterzellen sind auch hier recht kurzlebig. Die letzte Zelle des Tages weiter im Süden bei Shamrock sieht jedoch auf dem Radarbild deutlich besser aus als die vorherigen. Als wir ankommen, lässt sich sogar eine leicht runde Form ausmachen, die auf eine gewisse Organisation und superzelluläre Ansätze hindeutet. Die Bodenblitze sind beeindruckend und wir erfreuen uns am Lightning Trigger, der so gut wie jeden der Blitze erkennt und das Bild auslöst. Damit ist Blitzfotografie schon fast narrensicher.

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Nebulös

North Platte, NE nach Limon, CO

 

Wir fahren morgens von North Platte in Nebraska wieder nach Westen an die Grenze zu Wyoming. Dort merken wir ziemlich bald, daß den Gewittern heute absolut die Energie fehlt, um länger als ein paar Minuten durchzuhalten.

So entschließen wir uns, schon mal ein paar Meter Richtung Südosten zu machen, um am nächsten Tag nicht mehr so weit fahren zu müssen.

Auf unserem Weg entwickeln sich immer wieder kleinere Zellen, die rechtzeitig bei unserem Eintreffen ihr Leben aushauchen. Hat ein bißchen was von 2017.

Als es dunkel wird, haben wir noch etwa eine Stunde bis zu unserem Hotel in Limon in Colorado zu fahren. Im Dunkeln bildet sich immer mehr Nebel, der mit beeindruckender Geschwindigkeit über die Strasse zieht. Das hat im Dunkeln einen optisch absolut irritierenden Effekt, und das Fahren ist extrem anstrengend. So ist Jörg komplett durch als wir endlich in Limon ankommen.

 

Übernachtung: Holiday Inn Express&Suites Limon

Die liebe Technik

Aurora, CO nach North Platte, NE

 

Morgens rüsten wir erst einmal in aller Ruhe unseren Nissan Armada mit Technik aus. Laptophalterung, Baron Mobile Threat Net, Signalbooster wollen vernünftig installiert und verkabelt werden. Nils nickt nach einem Test zufrieden, es kann also losgehen...

Gegen Mittag machen wir uns auf den Weg nach Norden. Das Ziel heißt fürs erste Pine Bluffs, Wyoming, da wir dort in der Gegend mit den ersten Gewittern rechnen. Das Storm Prediction Center warnt vor Superzellen mit großem Hagel und Orkanböen und gibt einen "Enhanced Risk" heraus...kein schlechter Start...aber zu dem Zeitpunkt haben wir ja auch noch nicht geahnt, dass die liebe Technik für Ärger sorgen sollte. Das handele ich hier jetzt einmal ab:

Nils hadert schon kurz nach unserem Aufbruch in Denver mit dem Empfänger für das mobile Internet, welcher aus unerfindlichen Gründen ständig abstürzt und Fehlermeldungen produziert. Wir haben uns dieses Jahr für ein Leihgerät von Sprint mit unbeschränkter Datennutzung entschieden. Ein Stormchaserkollege von uns hat damit in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht und da wir mittlerweile um die 20GB pro Tour mit Verizon durchjagen, was nicht gerade günstig ist, wollten wir diese Variante auch einmal testen. Sprint ist von der Coverage her ziemlich vergleichbar mit Verizon...aber was nützt einem das wenn der Empfänger keine Verbindung herstellen möchte. Nils hat nach stundelangem Rumprobieren und Wütendwerden im Laufe des Tages irgendwann aufgegeben und nachdem die Sprinthotline auch nicht erreichbar war, sind wir dann nur noch mit unserer Back Up Lösung durch die Gegend gefahren. Die braucht wenigstens keine Internetverbindung, sondern zieht die Daten direkt über Satellit. Haken dabei ist die antiquirte und ungenaue Darstellung und die generell limitierte Detailgenauigkeit der Daten. Wir werden morgen versuchen das Thema in den Griff zu bekommen, entweder mit Sprint oder Verizon. So gehts auf jeden Fall nicht weiter. 

Zurück zum Tagesverlauf:

Bei einem Zwischenstop in Cheyenne machen wir uns erstmal leckere Taccos in einem nahegelegenen Park. Frisch gestärkt geht es kurz darauf dann schon den ersten Gewitterzellen entgegen. Diese wollen allerdings nicht so richtig in Fahrt kommen und stoßen schon nach kurzer Zeit Kaltluft aus. Um sich das mal vor Augen zu führen: Die Temperatur sinkt innerhalb weniger Minuten von 29 auf 17 Grad ab. Dass das nicht sonderlich toll für die Gewitter sein kann ist klar, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Daher vergeuden wir noch locker eine Stunde, bis wir endlich einen beherzten Entschluss fassen weiter nach Osten zu fahren. Nach einer Ewigkeit kommen wir an eine kleine, aber feine Zelle heran. Sie quillt vor unseren Augen hoch, dass es eine wahre Freude ist. Die Idee kommt auf die Zelle zu durchfahren, also einen sogenannten Core Punch hinzulegen. Da keine Tornadogefahr besteht wollen wir uns ein wenig "desensibilisieren", sprich, uns an die Fahrt durch Hagel gewöhnen. Das hat sonst immer für massig Adrenalin und schwitzige Hände gesorgt und wir müssen abhärten. Nichts wie rauf auf die I80 weiter Richtung Osten. Folgerichtig fängt es nach kurzer Zeit an zu hageln. Erst etwas zögerlich, dann aber mit aller Wucht von rechts gegen unser Auto mit vielleicht 2cm großen Steinen. Das mag sich nicht sonderlich groß anhören, wenn diese Körner allerdings noch durch geschätze 70-80kmh Südostwind beschleunigt gegen das Auto knallen, kann einem schon etwas bange werden.

Wir kommen unbeschadet durch, müssen dann aber einen sehr langen Umweg in Kauf nehmen um wieder in eine gute Beobachtungsposition außerhalb des Regens zu gelangen. Die Fahrerei dauert ewig und das Tageslicht schwindet langsam auch, es ist schon kurz vor 8 als diese Aufnahmen entstehen:

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Ich glaub es geht schon wieder los...

Nachdem das Jahr 2017 nicht unsere nach 2016 viel zu hohen Erwartungen erfüllen konnte, haben wir hier einfach irgendwann aufgehört, Blogeinträge zu schreiben.

Für uns ist "2017" zum Inbegriff einer schlechten Saison geworden, so daß man gerne mal sagt: "Das ist ja sowas von 2017..."

Wenn man ehrlich ist, natürlich nicht ganz zu Recht. Wir haben den McLean Tornado gesehen, der wirklich schön war, nur leider etwas weit weg. 2015 haben wir keinen Tornado gesehen, 2010 sowieso nicht. Also was diese Ausbeute angeht, war 2017 gar nicht so schlecht. Es geht wohl mehr um die Art und Weise, wie wir es erlebt haben. Wir sind 2017 immer extrem weite Wege gefahren, um dann dort zu spät zu sein oder um festzustellen, daß sich der Weg nicht gelohnt hat. Gepaart mit der Erwartung, wieder ähnliche Tage wie in Leoti, Dodge City oder Chapman zu erleben, hat das zu ziemlicher Frustration geführt. Wir haben dann zwar zum Ende unseres Trips nochmal einen coolen Tag mit einer sehr intensiven Superzelle erlebt, aber auch da lief Einiges nicht rund, und die schönste Struktur hat sie auch nicht geboten.

 

So war 2017 ideal geeignet, um uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Man kann sich das Wetter nicht aussuchen, und so eine Woche wie die in 2016 werden wir vermutlich nie wieder erleben dürfen.

Trotzdem war es zu keiner Zeit für uns eine Frage, ob wir 2018 wieder in die USA fliegen oder nicht. Wenn man einmal den Zauber einer rotierenden Superzelle mit all ihrer Gewalt und all ihren audiovisuellen Effekten erlebt hat, möchte man das immer wieder sehen.

 

Es sind nun nur noch gut 2 Wochen, bis wir losfliegen, dieses Mal beide von München aus, und zum ersten Mal nach Denver. Die letzten Jahre haben wir immer die Allrad-SUV Klasse als Mietwagen gebucht, um festzustellen, daß es in Dallas kaum Allradfahrzeuge bei den Autovermietungen gibt. Den Erzählungen anderer Chaser zufolge ist die Auswahl in Denver aufgrund der Nähe zu den Rockies deutlich besser.

 

Was die Wetteraussichten angeht, lassen wir noch etwas Zeit verstreichen, bis wir ernsthaft den Langzeitmodellen Glauben schenken. Aktuell ist das doch noch viel zu viel Glaskugelei.

 

Wir haben ein gutes Gefühl für 2018, und werden mit der nötigen Demut die diesjährige Gewitterjagd angehen. Wir haben auch ein paar technische Änderungen vorgenommen, den Laptop verkleinert, den Mobilfunkanbieter gewechselt, das Kameraequipment erweitert, usw.

 

Wie immer vergeht die Zeit erst gefühlt immer viel zu langsam, und jetzt, wo es nur noch zwei Wochen sind, vergehen diese garantiert so schnell, daß man immer das Gefühl hat, irgendetwas Entscheidendes vergessen zu haben.

 

Wir sind gespannt... und freuen uns drauf endlich sagen zu können: "Das ist jetzt aber sowas von NICHT 2017!!!

 

Nils

BUST

Heute gab es in Kansas und Oklahoma ein High Risk, und wir haben unserem Namen alle Ehre gemacht, und haben nichts gesehen.

Down Day

Heute passiert am Himmel nichts und wir nutzen die Gelegenheit zum Einkaufen in Oklahoma City. Am späten Nachmittag brechen wir nach Dodge City auf. Morgen soll sich genau dort der sogenannte "Triple Point" befinden. Der Begriff Triple Point ist ziemlich treffend, weil hier eine Warmfront, eine Kaltfront und eine Dryline eine Art „T“ auf der Wetterkarte bilden. In der Regel ist dies ein absoluter Hot Spot für extreme Gewitterentwicklungen. Wir sind sehr gespannt auf morgen, drückt uns die Daumen!

 

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Tornado!

Heute besteht ein Moderate Risk für schwere Gewitter bereits für den Ort Perryton, in dem wir eine entspannte Nacht verbracht haben. Theoretisch bedeutet das Abwarten und Tee trinken, allerdings sehen am Morgen nach dem Scannen der Wettermodelle die Chancen weiter südlich besser aus. Es hat dort am Boden bereits vormittags eine südöstliche Anströmung. In Perryton kommen die Winde steil aus Süd und das ist aus den Erfahrungen der letzten Jahre in der Regel nicht gut für fotogene Superzellen.  Wir beschließen weiter nach Süden zu fahren und legen in Pampa einen Zwischenstopp in einem urigen Steakhouse ein.

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Hail encounter

Morgens verlassen wir das Best Western in Dodge City, in dem wir letztes Jahr schon nach dem unglaublichen Tornadotag übernachtet haben. Wir fahren nach Süden bis an die Grenze zu Oklahoma nach Liberal. Weil wir aber dann doch bald der Meinung sind, daß wir etwas weiter nach Süden müssen, fahren wir durchs Oklahoma Panhandle bis nach Texas rein. Südlich von Perryton finden wir eine Picnic Area, an der wir versuchen, Sloppy Joes zu machen. Dafür müssen wir Hackfleisch anbraten, bei über 60km/h Südwind eine nicht so einfache Angelegenheit auf einer Gaskochstelle. Mit viel Improvisation gelingt es aber dann doch...

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Colorado nein danke

Die Wetteraussichten sind heute eher mau, aber wir haben ja eh nix Anderes vor, und so fahren wir gen Westen mit Ziel Nordost-Colorado. In Colby an der I-70 werfen wir nochmal einen Blick auf die genialen GOES16 Satellitenbilder. Über unseren Target liegt Hochschichtbewölkung und so entscheiden wir uns dagegen, und fahren straight nach Süden, wo die Wettermodelle auch Chancen für zumindest schwache (für amerikanische Verhältnisse) Gewitter ausspucken.

 

Das erweist sich als richtig, wir kriegen noch ein hochbasiges Gewitter, das aber zeitweise sehr hübsch aussieht, weil es eine Art Inflowfeature hat, das wie eine Shelfcloud aussieht.

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GO BOWLING!

Das Hotel hier in Ponca City war wirklich gut, sehr ruhig und die Klimaanlage ließ sich ausschalten. Wir machen nicht lange rum und rollen wieder los, haben wir doch noch etwa 300 Meilen zu fahren. Es läuft aber heute besser als gestern, als wir nach unserem Mallbesuch ungefähr eine Dreiviertelstunde in der Nähe einer Interstate-Auffahrt verbringen, die vollkommen verstopft ist und alle Strassen drumherum aus unerfindlichen Gründen gesperrt sind, so daß es mehrere Polizisten braucht um das Chaos zu verschlimmern. Kurz nach mittag sind wir schon kurz vor dem Ziel und finden am Clinton Lake einen netten Spot zum Grillen.

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You can´t turn that off completely

Da wir ja massig Zeit haben, gehen wir erstmal Shoppen in der Grapevine Mills Mall. Jörg hat ja fast nix mitgenommen und will sich hier eindecken. In der Mall überkommt uns der Hunger, und wir gehen zu Chili´s und nehmen zur Überbrückung nur ein Half Rack Spare Ribs. Was die hier anbieten ist schwer beeindruckend, und es verwundert nicht, daß so viele Amerikaner etwas beleibter sind:

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Angekommen

Nach monatelangem Warten geht es dann zuletzt doch ganz schnell, und nach einem mehr (Nils) oder weniger (Jörg) angenehmen Flug landen wir gegen 2 Uhr nachmittags in Dallas. Wir sind vermutlich fast die Einzigen, die keinen Rollstuhl brauchen, um das Flugzeug zu verlassen. Obwohl auch die anderen Fluggäste keinen brauchen, sondern einfach nur zu faul zum Laufen sind. Alles läuft recht reibungslos, nur der nette Herr am Einreiseschalter will uns noch kurz nervös machen, indem er fragt, ob wir eine Auflistung der technischen Geräte hätten, mit denen wir einreisen... WTF ? Er will es wohl auch gar nicht wissen, sondern nur schauen wie wir reagieren, weil er uns dann doch durchwinkt.

 

Wie leider so oft ist die Auswahl der Autos in Dallas begrenzt, und wir entscheiden uns aufgrund der fehlenden Laptophalterungsbefestigungsmöglichkeit (was ein Wort) gegen den gebuchten Suburban und aufgrund unglaublicher Hässlichkeit gegen den Infinity QX80, und für den Infinity QX60. Nils ist der Meinung, daß der größer als der letztjährige (und etwas zu kleine) Pathfinder ist. Dies stellt sich dann aber doch als falsch heraus, im Prinzip ist es genau das gleiche Auto, nur mit einer etwas gehobeneren Ausstattung, an USB Buchsen fehlt es dieses Mal nicht.

 

Auch die Mobilfunkgeschichte bei Verizon klappt relativ gut, Captain Schnecke hat allerdings die Ruhe weg. Da aber wir auch nichts mehr vorhaben für heute außer Essen und ins Hotel fahren, bringt er uns damit auch nicht aus der Fassung.

 

Schon obligatorisch gehen wir nebenan ins Chili´s um uns die ersten Spare Ribs reinzufahren. Zu unserer Begeisterung gibts wieder eine neue Geschmacksrichtung, nämlich Texas Dry Rub. Wir freuen uns, trauern wir doch immer noch dem Memphis Dry Rub nach, den Chili´s aus dem Programm genommen hat. Der neue schmeckt gut, kommt aber an unseren alten Favoriten nicht ran.

 

Vorher:

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Fazit 2016 Nils

Ich weiß gar nicht, was für uns noch hätte besser laufen können. Wir haben für uns zwei perfekte Wochen erwischt. Der Start war langsam, und hat uns ein kleines Eingewöhnungsgewitter beschert, und dann hatten wir am 16. Mai gleich einen genialen Tag, Tornados, Hagel, traumhafte Struktur. Dann ein leichter bust, als wir mitten zwischen zwei Hagelzellen festhingen, und ein paar Tage slow go, um Luft zu holen für die geilste Woche ever.

Samstag das schönste Mothership meiner jungen Chasingkarriere, Montag für mich der erste Tornado, bei dem ich auch den Bodenkontakt deutlich sehen konnte, und der locker 10 Minuten am Boden war. Dienstag der verrückeste Tag für vermutlich viele Jahre mit triple tornadoes und diesem unglaublichen Mammatus-Sonnenuntergang. Mittwoch der Monster EF-4 bei Chapman, Donnerstag nochmal zwei schöne Superzellen, wovon die zweite eine Lightshow der Extraklasse geboten hat.

Von 14 Tagen haben wir an 5 Tagen Tornados gesehen, was für ein Schnitt!

6000 Meilen, also 9500 km, das Ganze in 5 Bundesstaaten (Texas, Oklahoma, Kansas, New Mexico und Colorado). Wie auch letztes Jahr haben wir in den entscheidenden Momenten als Chaseteam super funktioniert. Zugegebenermaßen war das Chasen dieses Jahr auch recht einfach, grundsätzlich langsame Zuggeschwindigkeiten, oder gar keine wie in Leoti, haben es uns recht leicht gemacht. Wenig HP Modus bei den Superzellen im Gegensatz zum letzten Jahr, das hat einfach alles etwas hübscher gemacht. Späte, aber nicht zu späte Auslösen, so mag man das, und so lässt es einem Zeit auch mal mittags was zu grillen oder zu kochen, und man ernährt sich nicht nur von Roadfood. Keine wirklich ekeligen Hotels, Tripadvisor und Booking.com sei Dank.

Insgesamt haben wir über 10 Tornados gesehen (obwohl wenn man an dem Dodge City Tag jeden neuen touchdown als einen Tornado zählen würde, hätten wir vermutlich insgesamt über 20 gesehen), Am Ende haben wir uns gefragt, was eigentlich noch fehlt, weil wir doch so ziemlich alles mitgenommen haben, was einem dort drüben geboten wird. Fürs nächste Jahr haben wir uns vorgenommen, mal großen Hagel live zu erleben (also unter einem Tankstellendach oder einer car wash). Und Nebraska wär toll.

 

Dieses Jahr wird so schnell nicht zu toppen sein, aber das kann uns auch keiner mehr nehmen. Erinnerungen fürs Leben... Oder in Bildern ausgedrückt:

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Ein würdiger Abschluss

Im Hotel mit dem miesesten Preis-Leistungsverhältnis unserer Reise (Best Western Topeka) hat es nichtmal einen Aufzug, und das für 150 Dollar die Nacht. Zum Glück ist der Concierge... also sagen wir mal der Schüler, der hier nachts die Rezeption bewacht... sehr hilfsbereit und hilft uns, die Sachen die Treppen hochzubringen.

Schon abends haben sich die Vorhersagen für den heutigen Tag verschärft, und morgens wird dann ein moderate risk ausgegeben, und die Medien sprechen von einer Tornado Outbreak Lage. Wir glauben das gern, die Luft ist hier dermaßen soaky und das Licht ist schon morgens ganz seltsam. Schwer zu beschreiben, aber so einer der Tage, die einem unheimlich vorkommen. Wir sind daher beide etwas angespannt, und fragen uns, ob es wirklich Sinn macht, hier heute irgendwas zu chasen. Auf dem Weather Channel reden sie davon, dass die Dryline und die liegengebliebene Warmfront und die outflow boundaries vom Vortag am Nachmittag dafür sorgen werden, dass der komplette Warmsektor hochgeht. Sowas ist eher anstrengend, wenn sich um Einen herum überall kräftige Gewitter bilden, zum Einen, weil man dann immer schauen muss, nicht selber gejagt zu werden, und weil die Gewitter sich oft gegenseitig stören und es so selten eine einzelne Zelle schafft, dominant zu werden. Es ist ein 15% Tornado risk ausgegeben, das ist erstens sehr selten und zweitens schon fast eine Garantie für einen #BUST. Als gegen Mittag alles zu kochen anfängt, entschließen wir uns, erstmal nach Westen zu fahren. Wir wollen sehen, welchen Schaden der Tornado vom Vortag angerichtet hat. Da wir ja wissen, dass es keine Personenschäden gab, fahren wir auf der I-70 bei Chapman ab und fahren durch den Ort. Knapp südlich des Ortes geht eine Strasse nach Westen, wir wollen gerne zu der Stelle, an der es einen besonderen Tornadoreport gab. Der Text lautete: Railroad tracks destroyed. Wir können uns das nicht wirklich vorstellen, aber auch ein Blick auf die Szenerie bleibt uns verwehrt, da die Strasse in diesem Bereich schon gesperrt ist, weil dort schweres Gerät am Werk ist, um die Schienen wieder in Ordnung zu bringen. Auf Twitter finde ich ein Bild davon:

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Schuster bleib bei deinem Target

Nach dem gestrigen Tag sind wir immer noch total geflasht, was haben wir ein Glück, dass wir sowas erleben dürfen! Die Nacht war etwas unerholsam, es hat doch ganz schön gedauert, bis wir mal ins Bett gefallen sind, und wir hatten einen riesigen Kühlschrank auf dem Zimmer, also so richtig Küchengröße. Der hatte auch dementsprechend laute Geräusche drauf. Gestern hatte Jörg als Target für den heutigen Tag schon Nordostkansas ausgegeben, so etwa die Ecke Salina bis Topeka an der I-70. Nach dem typischen morgendlichen Checken der Modelle sollte es also Salina werden. Leider war er sich damit nur 98% sicher...

 

Beim Auschecken fallen sofort die Autos auf dem Parkplatz auf, da ist wohl gestern jemand von der Hagelzelle erwischt worden, der wir noch der Schippe gehüpft sind.

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Kansas Tornadofest

Wir verlassen morgens Woodward und fragen uns, was wohl in Woodward heute passieren wird, nachdem wir weg sind. Aber da wir ja wissen, dass wir den Ort verlassen müssen, damit hier der Punk abgeht, fahren wir gerne hier weg. Als wir auf den Parkplatz kommen, ist dort ein Team von WeatherNation auch gerade an ihren Autos, sie haben wie wir auch gerade ausgecheckt und wollen noch einen kurzen Clip drehen. Sie machen einen kurzen Kommentar zu unserem Bären auf dem Dach.... also bitte, das ist doch kein Bär! Wir kommen ins Gespräch und sie finden es toll, dass wir zum Chasen extra aus Deutschland kommen. Sie wollen auch mit uns einen kurzen Clip drehen, den sie eventuell irgendwo in ihr Web-TV integrieren wollen.

 

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Woodward reloaded

Woodward.... da war doch was.....

 

2010 haben wir bei Woodward eine atemberaubende LP-Superzelle gesehen.

Am nächsten Morgen haben wir Woodward bei 90 Grad Fahrenheit verlassen, obwohl die Zutaten für heftige Stürme gegeben waren. Wir haben aber weiter östlich noch minimal bessere Werte auf den Karten gesehen, und vermutlich die outflow boundary der Stürme vom Vortag komplett ignoriert, bzw. war uns 2010 die Bedeutung dieser boundaries noch nicht so klar. Sind also 200 Meilen nach Osten gefahren, wo dann nichts passiert ist, nur um auf dem Radar zu sehen, dass direkt über Woodward eine Superzelle nach der nächsten hochgeht.

 

Dieses Jahr haben wir uns eigentlich geschworen, Woodward nicht zu verlassen, egal was kommt... als sich im Norden die ersten CBs bilden, fragen wir Georg um Rat, weil wir etwas unentschlossen sind.

 

 

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#BUST

Nach der unglaublichen Zelle in Leoti gestern sind wir etwas nach Nordosten gefahren und haben in Colby in Kansas übernachtet. Die Idee war, für heute in einer besseren Position zu sein, da wir eigentlich weit nach Norden nach Nebraska fahren wollen.

 

Morgens hat sich die Lage jedoch mal wieder schwer verändert, und so heißt unser neues Target für heute eher Texas Panhandle. Ist eine minimal kürzere Fahrt, soweit das Positive. Wir wollten aber doch gerne mal in Nebraska chasen... das wird bis nächstes Jahr warten müssen.

 

Das Auto hat gestern eine Menge Dreck gefangen...

 

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Mothership

Heute sind wir ausnahmsweise mal nicht weit weg von unserem Target. Wir haben in Garden City, KS im sehr neuen und wirklich tollen Best Western Emerald Inn and Suites übernachtet. Bisher sicher das beste Hotel unseres Trips, und bei weitem nicht das Teuerste. Endlich fühlt es sich morgens mal so an wie es sich anfühlen soll, der Wind ist warm und und kräftig und kommt aus Süden, leicht Süd-Südost.

 

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Zum Grillen nach Arriba

Heute hängt die Chance für Gewitter am seidenen Faden, wenn überhaupt passiert nordwestlich von uns etwas in Central Colorado. Wir befinden uns morgens noch im Südosten von Colorado in Lamar. Jörg studiert die Wettermodelle zu Tode und ist dann trotzdem wenig schlauer, da es nicht wirklich eindeutig scheint, wo etwas passieren könnte. Die Betonung liegt hier auf könnte...

 

Wir entschließen uns nach Nordwesten zu fahren, rumsitzen und warten ist hier in Lamar auch keine Alternative, und außerdem ist Colorado so schön, dass man gerne ein bißchen mit dem Auto rumfährt, um das weite Land zu genießen.

 

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Neuer Gast an Bord

Wir verschieben uns heute etwas weiter nach Norden und fahren von Lubbock in Texas über Oklahoma nach Colorado. Doch zuerst checken wir im nächsten Verizon Store, wieviel von unseren gebuchten 10 GB Daten noch übrig ist. Da es nur 3,7 GB sind buchen wir schnell nochmal 10 GB nach. Dann noch eben in den WalMart um Eis für die Kühlbox zu besorgen - Jörg traut sich für das Foto nah an die Eismaschine ran.

Mir macht sie Angst...

 

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Der weite Weg zurück

Heute gibt es nicht sonderlich viel zu berichten. Nach dem Blick in die Wetterkarten wird schnell klar, dass hier unten in Südtexas nicht mehr viel zu holen ist. Folgerichtig korrigiert das Storm Prediction Center mittags auf Marginal Risk und wir auf Null Risk. Wir müssten wenn überhaupt noch viel weiter nach Süden und halten das im Hinblick auf die Entwicklung der Wetterlage in den nächsten Tagen für sinnlos. Tendenziell müssen wir eher hoch nach Colorado und das sind von Fredericksburg aus schon mehr als 600 Meilen.

 

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Haily roadblocks

Heute sollte es wieder weit weit nach Süd-Zentral Texas zurück gehen. Eine Kaltfront ist dort liegen geblieben, nachdem sie uns gestern die Gewitter beschert hat. Südlich davon drückt warme feuchte Luft dagegen. Genau dieser Treffpunkt der Luftmassen interessiert uns. Wir wollen das dennoch eigentlich gar nicht, weil das Straßennetz dort sehr dürftig ist. Aber das Wetter lässt uns keine andere Wahl, vor allen Dingen deshalb, weil in den kommenden Tagen eher Flaute angesagt ist. Also nichts wie auf nach Süden. Wettertechnisch ist es im Texas Panhandle zur Zeit bedeckt und regnerisch bei ca. 15 Grad. Das ist eh nicht das was wir wollen.

 

Wir fahren über endlose, schnurgerade Straßen die einem immer wieder die Weite dieses Landes vor Augen führen. Das ist besonders in den Plains sehr eindrücklich.

 

Südlich einer Linie Midland - San Angelo sind bereits die ersten Zellen entstanden und es ist erst kurz nach Mittag. Wir sind zu diesem Zeitpunkt noch mindestens 250km entfernt. Besonders die westlichste dieser Zellen macht einen sehr guten Eindruck und kann bereits nach kurzer Zeit mit einem 3 inch Hagelmarker aufwarten. Das wollen wir unbedingt näher betrachten. Allerdings stellen sich dem Gewitter südöstlich weitere Zellen in den Weg und wir vermuten nichts Gutes. Sei´s drum, wir beschließen Richtung Barnhart zu fahren und wollen von dort aus nach Westen vor die Zelle, die zu dieser Zeit bereits tornadobewarnt ist. Auf dem Weg dorthin wird uns klar, dass wir wieder durch den Rand einer sehr starken Zelle fahren müssen. Es ist kein richtiger Core Punch aber es regnet wie verrückt. Eine ganze Menge anderer Chaser sind hier bereits wieder unterwegs.

 

Die Lage ist unübersichtlich. Wir vermuten, dass sich die vormals sehr gut entwickelte Zelle im Westen abschwächen wird, wenn sie erstmal mit den Zellen an unserem Standort interagiert. Wir stehen jetzt quasi inmitten einer Linie von sehr starken Gewitter, die eine etwas undefinierte Zugrichtung aufweisen. Es ist kein klarer Trend erkennbar, weshalb wir erstmal abwarten und schauen was passiert. Visuell ist das Ganze nicht besonders eindrücklich. Die Zellen schieben immer wieder sehr kalten Outflow nach Süden heraus was dazu führt, dass sich dort neue bilden. Wir stehen immer wieder im Regen und haben generell wenig Sicht. Das nervt!

 

 

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Der längste Tag

Heute wachen wir bei 50 Grad Fahrenheit (10 Grad Celsius) und Nebel im Ort Lubbock auf. Nach Schwergewitterlage fühlt sich das nicht gerade an. Es soll heute an der Grenze zu New Mexiko und Oklahoma im äußersten Nordwesten des Texas Panhandle Gewitter auslösen, die das Zeug dazu haben, Tornados zu produzieren. Also nichts wie hin und weg aus der kalten Suppe. Diese lässt uns allerdings auf der 300km langen Fahrt nach Norden einfach nicht los. Das Licht ist surreal, dass es hier heute knallen soll ist noch surrealer.

 

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Rest area made Burgers!

Heute sollte es Gewitter im Lee der Rockies in New Mexiko auslösen, die dann nach Osten ziehen. Dafür sind wir gestern abend extra noch von Pecos im äußersten Südwesten Texas nach Carlsbad etwa 200km nach Norden gefahren. Ich mache es kurz: es löste südlich von Pecos aus und wir sind den ganzen Weg wieder zurückgefahren. 

 

Der Grund dafür war relativ schnell klar. In Carlsbad war es bedeckt und das Satellitenbild zeigte auch keine Anzeichen für Aufklaren. 

 

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30 $ Cowboy und pulse type storms

Was ist das Gefährlichste am stormchasing? Hagel? Tornados? Blitze? Neeeeee.....

 

Die amerikanischen Waffengesetze!

 

Wir wachen bei ziemlich europäischem Herbstwetter in Eastland auf, nach dem langen Tag hat der Schlaf zwar gut getan, aber die innere Uhr will noch nicht so recht. Als ich um 6 aufwache, liegt Jörg schön länger wach und checkt die models. Unser Chasingtag verspricht recht wenig, um nicht zu sagen gar nichts.

Im Westen von Texas wird für später am abend noch ein bißchen Niederschlag simuliert, weswegen wir nach Frühstück bei IHOP (bzw Cornflakes) und Kaffee (wie lange kann man für einen versch.... Kaffee brauchen liebes Starbucks?) auf der I-20 nach Westen rollen.

 

In Pecos (wo ist Hank?) halten wir an und warten erstmal ab. Es bilden sich ein paar Cumulusfelder, und so manche Wolke schickt sich an, den Weg nach oben anzutreten.

Leider ist das alles in den Bergen südlich der I-10, wo man erfahrungsgemäß (letztes Jahr sind wir Texasspezialisten geworden) gar nicht hinkommt.

Weiter westlich, etwa südwestlich von Van Horn bilden sich auch ein paar...ähm...Regengüsse(?) und so entscheiden wir uns, dort hinzufahren.

Unser target für den nächsten Tag ist eher New Mexico, und wir planen schon unsere Weiterfahrt dorthin, über Van Horn kann man wunderbar nach Norden Richtung Carlsbad fahren. Also halten wir wieder in Van Horn, haben aber schon auf dem Weg dorthin gemerkt, dass auch diese Regenwolke schon wieder zusammenfällt. Sie leiert sich schwer bemüht ein bis zwei Blitze raus und geht dann wieder schlafen.

Um nicht neben 150db lauten trucks auf dem Parkplatz hinter einer Tankstelle zu stehen, fahren wir etwa 200m auf einem Feldweg Richtung Süden, wo wir in Ruhe dem Gew...Regenschauer beim Sterben zuschauen können.

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Boys are back in town

Guten Morgen aus Central Texas !

 

Nach einem sehr angenehmen Flug mit wenig Turbulenzen der quasi wie im Fluge verging, haben wir gestern die typischen day1 Aktivitäten hinter uns gebracht:

Mietwagen abholen (natürlich hatten sie mal wieder nicht den, den wir wollten), Datenplan bei Verizon buchen, unser Equipment einrüsten und Einkaufen. Während der notwendigen Erledigungen hatten wir immer ein Auge auf die Gewitterentwicklung im Nordwesten. Entgegen der ursprünglichen Vorhersagen hatten sich schon recht früh ein paar Zellen entwickelt, die auf dem Radar wirklich gut aussahen, und unser Plan war sowieso nach Westen bzw Nordwesten zu fahren. Wir hatten uns also schon auf eine nächtliche Blitzshow gefreut, da uns die Gewitterlinie entgegenkam. Wir entschieden von Fort Worth erstmal nach Nordwesten Richtung Wichita Falls zu fahren, um in Decatur den wichtigsten Part des ersten Tages zu erledigen:

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STAND DER DINGE

Übermorgen geht es los und wir können es kaum erwarten wieder in die Tornadoalley zurückzukehren. Es wird auch langsam Zeit, weil mich das ständige Scannen der Wettermodelle langsam in den Wahnsinn treibt. 

 

Die relevanten Vorhersagemodelle springen immer noch hin und her. Von Hochdruckgebiet ohne jegliche Chance auf Gewitter bis Tornadolage bereits am Sonntag war schon alles dabei. So langsam aber sicher kristallisiert sich allerdings in etwa heraus was uns in den ersten Tagen erwarten könnte. Ich sage bewusst "könnte", denn in Stein gemeißelt ist das alles noch nicht.

 

Spekulationsmodus an:

 

Freitag: Wir landen um 14:10 Uhr Ortszeit und können den Tag völlig entspannt angehen. Anders als im letzten Jahr erwartet uns kein "Moderate Risk" für Tornados westlich von Dallas Fort Worth und wir müssen nicht wie die Bekloppten versuchen, noch an eine Zelle heranzufahren. Eine Kaltfront wird die energiereiche Luft etwa bis in die Mitte von Texas zurückdrängen und es herrschen keine starken Winde in der Höhe. Alles in allem erwarten wir also bei Landung noch keine Gewitter. Wir werden also den Tag damit verbringen, uns mit Proviant einzudecken und unseren (hoffentlich) Ford Explorer mit unserem reichhaltig vorhandenen Equipment auszurüsten. Abends wird dann sicherlich schon der erste Besuch im Chili´s zum Spare Ribs essen fällig werden. Alt werden wir eh nicht, weil wir dann schon mehr als 24 Stunden wach sein werden. 

 

Samstag: Sieht die Lage schon etwas anders aus. An der Grenze zu New Mexico etwa auf Höhe von Lubbock sieht es momentan danach aus, dass sich ein paar interessantere Gewitter bilden könnten. Wir rechnen für Samstag allerdings noch nicht mit gut ausgeprägten Superzellstrukturen. Für den Start tut es auch die eine odere andere Multizelle mit guter Blitzaktivität. Spektakulär ist die Szenerie nach der Gewitterflaute hier in Deutschland in jedem Fall. Uns dürstet es einfach sehr nach dieser extrem schönen Stimmung. 

 

Sonntag: Steht evtl. schon eine erste richtig gute Lage ins Haus. Allerdings schwanken die Modelle ECMFW, CFS; GGEM und GFS immer noch sehr stark vor allem regional. Das Ganze kann sich noch komplett ändern. Grundsätzlich ist für Sonntag Potential vorhanden. 

 

Montag: Es wird die erste Kracherlage mit sehr guten Chancen auf Tornados simuliert. Wo genau und wie das stattfinden wird ist noch viel zu unklar und daher gehe ich an dieser Stelle auch nicht weiter darauf ein. 

 

Alles in allem sieht es gut für uns aus und wir rutschen bereits unruhig auf dem Stuhl herum. Wünscht uns Glück, schließlich fliegen wir - wie Nils bereits erwähnt hat - am Freitag den 13.

 

Jörg

 

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DREIZEHN

Nachdem es mir wie gestern erscheint, daß Jörg zu mir sagte:"Nur noch 11 Monate!" sind es nun nur noch 13 Tage, bis wir wieder in die USA fliegen. Unser Abflugdatum, Freitag der 13., wird uns hoffentlich Glück bringen.

Gerne wollte ich im Flieger einen Sitz in Reihe 13 buchen, aber die gibt es leider nicht ;-)

 

Wir sind ja schon seit Wochen dabei, unser Equipment zu checken, aufzustocken, upzudaten, neu zu kaufen, was natürlich dazu beiträgt, die Vorfreude noch mehr zu steigern.

Nun sind wir aber zuversichtlich, dass alles bereitsteht, um für den diesjährigen Trip perfekt gerüstet zu sein.

 

Um euch einen Einblick zu geben, was man so alles braucht (oder gerne dabei hat), habe ich unser Equipment mal zusammengestellt und fotgrafiert:

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